M&M Blog

Von Webseiten zu Rich Internet Applications

Nov, 2014 | Thomas Neumann, Group Manager
Von Webseiten zu Rich Internet Applications

Die herkömmlichen Web- Anwendungen der 80er Jahre basierten auf dem Prinzip der „Request-Response“ Kommunikation zwischen Webbrowser und Server. Eingaben im Browser wurden formularbasiert an den Server gesendet (Request). Der Server verarbeitete diese Daten und generierte aus den Ergebnissen eine vollständige HTML–Seite, die an den Web- Browser gesandt wurde (Response). Für den Benutzer stellte sich die Anwendung dialogbasiert dar. Er musste außerdem zwischen den jeweils sichtbaren Seitenwechseln mit längeren Wartezeiten leben, die sich aus Übertragungsgeschwindigkeit und Serverantwortzeit zusammensetzten. Um die Jahrtausendwende hielt mit AJAX unter Zuhilfenahme von JavaScript nicht nur die Dynamisierung von HTML-Seiten sondern auch die asynchrone Kommunikation mit dem Server Einzug. Im Browser wurden Inhalte ein- und ausgeblendet. Mittels JavaScript ließen sich  Benutzereingaben asynchron an den Server senden. Die Antwort des Servers war jetzt ein HTML-Snippet, das per JavaScript in die bestehende HTML Seite im Browser eingearbeitet wurde. Der langwierige Seitenwechsel konnte entfallen und die Bedienung fühlte sich für den Benutzer schon deutlich „flüssiger“ an.

Wenn aber heute die Rede von „Rich Internet Applications“ ist, dann sind Anwendungen gemeint, die vollständig mit JavaScript programmiert worden sind und in der Browser-Umgebung ablaufen. Die Verarbeitung der Daten kann dabei server- oder clientseitig erfolgen. Letzteres ist jedoch die Regel: Der Server dient nur noch als Datenlieferant. Durch die Verwendung von HTML5-Techniken präsentiert sich die Rich Internet Application wie die gewohnte Desktop-Anwendung. Funktionen wie „Drag&Drop“, „Undo&Redo“ und „Copy&Paste“ gehören genauso zum Funktionsumfang wie „Push-Nachrichten“, die Aktionen in der Browseranwendungen auslösen können, wenn serverseitig ein Event bspw. von einem angeschlossenen Messgerät generiert wird. Die Vorteile der Webtechnologie wie Unabhängigkeit von Betriebssystem und Plattform zählen heute mehr denn je: Rich Internet Applications lassen sich  auch auf mobilen Endgeräten, z.B.  Tablets, nutzen.


Cloud Computing @ M&M

Nov, 2014 | Kenan Sengün, Marketing Manager
Cloud Computing @ M&M

Wer über Industrie 4.0 spricht, muss sich zwangsläufig auch mit Cloud und Cloud Computing auseinandersetzen. Die Cloud ist die Voraussetzung für viele Konzepte, wie Smart Factory, Internet der Dinge und Big Data, die das Projekt „Industrie 4.0“ als wichtige Bestandteile der vierten industriellen Revolution identifiziert. Darum ist es uns wichtig, dass wir uns heute schon mit diesem Thema beschäftigen. M&M ist bereit, zusammen mit seinen Kunden Antworten auf die wichtigen Fragen zum Thema Cloud zu finden.

Wie sieht die Zukunft der Automatisierung aus?

Wir sind der festen Überzeugung, dass die Cloud in Form von internetbasierten Diensten schon mittelfristig in die Automatisierungsindustrie einziehen wird. Produktionsanlagen und die darin befindlichen Geräte und Systeme werden immer komplexer und intelligenter, was wiederum eine durchgängige Vernetzung aller Produktionsebenen mit sich bringt. Dadurch entstehen eigenständige und intelligente Produktionssysteme, die dezentral verwaltet werden können und, die einen immensen Informationsfluss erzeugen werden. Diese Informationen gilt es letztendlich zu sammeln und aufzubereiten, um sie für den Menschen nutzbar zu machen. Cloud Computing geht sogar noch einen Schritt weiter: Produktionsdaten sammeln und zugänglich machen ist erst der Anfang. Das Ziel ist es, Daten mit künstlicher Intelligenz zu analysieren und darauf automatisch zu reagieren und die Produktion zu optimieren.

Dieser kurze Blick in die Zukunft zeigt, dass Performance, Zuverlässigkeit, Sicherheit und geografische Verteilung, die die Cloud heute schon in sich vereint, die informationstechnische Grundlage für die Realisierung von „Industrie 4.0“ sind.

Was muss kurzfristig getan werden, um die Umstellung nicht zu verpassen?

Eine pauschale Antwort auf diese und weitere Fragen gibt es nicht und wird es voraussichtlich nie geben. In den letzten Jahren haben   Marktanalysen offenbart, dass im Automatisierungsumfeld die Anforderungen an Cloud-Lösungen sehr individuell sind. Um unseren Kunden eine kompetente Anlaufstelle für Antworten rund um das Thema Cloud Computing zu bieten, haben wir uns unter anderem auf dieses Thema spezialisiert. Unsere erfahrenen Consultants helfen dabei – angefangen bei der Visionsfindung bis hin zur Anforderungsanalyse – eine bestehende Anwendung aus dem Automatisierungsumfeld in die Cloud zu bringen oder ein neues Produkt für die Cloud zu definieren. In einem weiteren Schritt erlauben uns die daraus resultierende Produktstrategie und unser Entwicklungsteam, die entsprechende Software-Lösung heute schon zu realisieren.


Eine sechsmonatige Challenge mit garantierten Erfolgserlebnissen

Nov, 2014 | Erwin Müller, Managing Director
Eine sechsmonatige Challenge mit garantierten Erfolgserlebnissen

Zum Start des neuen Semesters konnte M&M Software acht Studierende begrüßen, die in den kommenden sechs Monaten ihr Praktikum absolvieren, bzw. ihre Bachelor-Thesis schreiben werden. Bei der Entwicklung von Prototypen und Tools im Projektumfeld können sie jetzt ihr im Studium erworbenes Wissen praktisch anwenden. Dabei erhalten sie gezielte Unterstützung durch unsere erfahrenen Softwareentwickler und Consultants. Darüber hinaus erleben sie unmittelbar den spannenden Alltag in unserem global agierenden Softwarehaus.

Diese umfassende, praxisorientierte Nachwuchsförderung zahlt sich aus: In den vergangenen Jahren haben sich mehr als 50 % der Studierenden, die während ihres Studiums praktische Erfahrung in unserem Unternehmen sammeln konnten, nach ihrem Abschluss für eine Berufstätigkeit bei M&M entschieden.


FDT® Developer Forum auf drei Kontinenten

Nov, 2014 | Christian Gnädig, Sales Manager

Aller guten Dinge sind drei – getreu diesem Motto hat der Experte für FDT-Technologie, M&M Software, in Kooperation mit der FDT Group dieses Jahr drei FDT Developer Foren auf drei Kontinenten veranstaltet. Den Auftakt machte im März das Forum am M&M Hauptsitz in St. Georgen in Deutschland, gefolgt von einer Veranstaltung im Juni in Suzhou, China. Den Abschluss bildete das FDT Developer Forum in den USA, welches im September in Chelsea in der Nähe von Boston stattfand.

An allen drei Events gab es eine Vielzahl an Vorträgen rund um die FDT- Technologie. So zeigten die Experten von M&M  auf, wie sich dank moderner Entwicklungstools ein DTM schnell und effizient entwickeln lässt – sowohl für Version 1.2.x wie auch für Version 2 des Standards. Auch der neue Test- und Zertifizierungsprozess für FDT2TM mit dem dtmINSPECTOR 4 wurde vorgestellt. Darüber hinaus gab es Einblick in aktuelle Entwicklungen und Konzepte: Die Architektur einer modernen, auf FDT2 basierenden  Rahmenanwendung wurde ausgiebig diskutiert und neue Anwendungsszenarien, wie z. B. FDT2 für mobile Geräte demonstriert.

Neben Technologievorträgen wurden die Foren durch spannende Anwendervorträge ergänzt. Vertreter der Firmen Schneider Electric, Flowserve, ABB, Rockwell und des Steinbeis Transferzentrums stellten ihre individuellen FDT2 Entwicklungen und FDT Strategien vor. Auch die aktuellen Fortschritte rund um das Zusammenspiel von FDI und FDT2 stellte Glenn Schulz, Managing Director der FDT Group, in seinem Vortrag anschaulich dar.

Ergänzend zu den Vorträgen gab es für die Teilnehmer Gelegenheit, individuelle Fragen rund um die FDT-Technologie mit den M&M Experten zu diskutieren.

Mit insgesamt 98 Teilnehmern und sehr positivem Feedback bildete das M&M FDT Developer Forum eine äußerst erfolgreiche Eventserie in 2014. Fortsetzung folgt!


Performance zuverlässig beurteilen

Jun, 2014 | Manfred Gundel, Deputy Head of Development
Performance zuverlässig beurteilen

Agile Software-Entwicklung zeigt zwei Charakteristiken, die es bei herkömmlichen Projekten nicht gibt: Erstens sind die Iterationen sehr kurz, um regelmäßig Feedback über das entstehende Produkt zu erhalten. Zweitens arbeitet der Auftraggeber (Scrum: „Product Owner“) eng mit dem Entwicklungsteam zusammen, ist also an der Entstehung des Produkts beteiligt. Dies erlaubt ihm, eine persönliche Einschätzung der Performance des Entwicklungsteams. Die folgenden drei Kriterien können gemeinsam zur Beurteilung herangezogen werden:

Verlässlichkeit des Entwicklerteams

Das Entwicklungsteam überlegt sich vor jeder Iteration, was es in der nächsten Iterationsschleife schaffen kann. Dabei fließt eine Menge „Bauchgefühl“ und Erfahrung aus vorangegangen Iterationen der Teammitglieder ein. Dennoch können sich „eingeschwungene“ Teams verlässlich einschätzen. Für den Auftraggeber ist diese Verlässlichkeit sowohl ein Performance-Indikator als auch eine Voraussetzung für seine Release-Planung.

Fortschritt relativ zur Erwartung

Der Auftraggeber erwartet einen gewissen Fortschritt. Beim Review am Ende jeder Iteration kann er sich fragen, ob seine Erwartungen erfüllt wurden und die Einschätzung gleich mit dem Team besprechen. Aufgrund der engen Zusammenarbeit kann das Team den Auftraggeber über Probleme/Hindernisse informieren und dieser mitunter seine Erwartung korrigieren. Unabhängig davon verbessert das agile Team seine Performance ständig. Ziel ist es, nach einer Anlaufphase regelmäßig einen erwartungsgemäßen Fortschritt zu erzielen.

Bug-Behebung oder neue Funktionen

Ist der Fortschritt nicht den Erwartungen entsprechend, kann es daran liegen, dass zu viel Zeit für Fehlerbehebung nötig ist. Diese Zeit fehlt dann für die Umsetzung neuer Features. Wird die Zeit für Fehlerbehebung getrennt erfasst, lässt sich  auch ablesen, wie sich das Verhältnis über die Zeit verändert. Agile Teams beheben Bugs am liebsten gleich. In diesem Fall sollte diese Metrik konstant bleiben.

Fazit: Betrachtet man  die drei beschriebenen Kriterien gemeinsam, so erhält man ein aussagefähiges Bild über die Performance des Teams.